Vorstand der Mainzer Hofsänger

Kapitän: Christoph Clemens
Vize-Kapitän: Stefan Zier
Schatzmeister: Volker Allendorf
Schriftführer: Thomas Bietz
Beisitzer: Mathias Wolf
Beisitzer: Michael Renke
Beisitzer: Andreas Gerhardt



Die Mainzer Hofsänger



Historische Entwicklung

Im Jahre 1926 fanden sich 20 Mitglieder aus dem Extra-Chor des Mainzer Konservatoriums zusammen und traten und der Leitung ihres Gründers und 1. „Kapitäns“, Jakob Treichler, als die „Mainzer Hochschulsänger“ auf. Diese humorvolle Gesangsgruppe distanzierte sich einige Jahre später von dem seriösen Musikinstitut und nannten sich fortan „Die Mainzer Hofsänger“ unter Beibehaltung der Initialen „MHS“.

1934 traten sie zum ersten Mal für den Mainzer Carneval Verein „MCV“ auf und wurden so zu echten „Hofsängern“ am Hofe des Prinzen Karneval. Es dauerte nicht lange und die „Mainzer Hofsänger“ wurden zu einem Markenzeichen der Mainzer Fastnacht auch über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus.

Im Jahre 1947 war das Geburtsjahr des unsterblichen „Sassa“.

1955, im Herrschaftsjahr des Karnevalprinzen Alexander I., arrangierte Jakob Fischer den Titel „So ein Tag, so wunderschön wie heute...“ zu einer „Hymne“, die heute in keiner Fastnachtssitzung mit den „Mainzer Hofsängern“ fehlen darf.

Als Prinz Alexander I. zum närrischen Staatsbesuch der Kölner Prinzenproklamation eingeladen wurde, begleiteten ihn die „Mainzer Hofsänger“ und es kam zum ersten Auftritt im Deutschen Fernsehen vor einem Kölner Publikum. Im darauffolgenden Jahr sangen sie dann bei der ersten großen Fernsehsitzung „Mainz, wie es singt und lacht“.

In den folgenden Jahren begeisterten die „Mainzer Hofsänger“ ihre Zuhörer immer wieder aufs Neue. Die Resonanz war groß. Es kamen Anerkennungsschreiben und Einladungen zu Gastspielen aus allen Teilen Europas. So wurden die singenden Bajazzos nicht nur zu einem Aushängeschild der Mainzer Fastnacht, sondern nun auch zu Botschaftern der Mainzer Lebensfreude in aller Welt.

Bereits in den 60er Jahren absolvierten sie Tourneen durch Amerika sowie Konzerte in nahezu allen benachbarten Ländern Deutschlands, wie z.B. Frankreich, Niederlande, Schweiz usw.. Diese Tradition hat bis heute Bestand und mittlerweile gibt es wohl kaum einen Kontinent, auf dem die Hofsänger noch nicht gesungen haben.

Neben den zahlreichen Auftritten während der Fastnachtskampagne geben die ausgebildeten Sänger das gesamte Jahr Konzerte der unterschiedlichsten Genres. Große Begeisterung erleben die „Mainzer Hofsänger“ immer wieder bei ihren Weihnachts- und Kirchenkonzerten, die sie seit über 20 Jahren neben ihren weltlichen Auftritten oft für soziale Zwecke geben. Diese Konzerte führten sie in den letzten Jahren in namhaften Kirchen, wie z.B. die Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, die Kathedrale von Palma de Mallorca, der Dom zu Speyer, Mainz, Magdeburg und Halberstadt.

Die Zuhörerschaft der „Mainzer Hofsänger“ wächst stetig und findet immer neue Anhänger in allen Teilen Deutschlands. Im Laufe der Zeit wuchsen daraus Freundschaften zu vielen namhaften Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Hierzu gehören Altbundeskanzler Willy Brandt, der bei einem Auftritt im Palais Schaumburg in den Freundeskreis der „Mainzer Hofsänger“ aufgenommen wurde. Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker zeigte sich beeindruckt von dem Können der Sänger bei einer Darbietung in der Kupferberg Kellerei in Mainz.

Die „Mainzer Hofsänger“ wurden in den letzten Jahrzehnten mit vielen Auszeichnungen und Ehrungen gewürdigt. Zuletzt wurden ihnen im Jahre 1996 von Oberbürgermeister Weyel die „Rheingold Plakette in Gold“ der Stadt Mainz überreicht. Im Jahre 2020 erhielten sie den „Mainzer Medienpreis“ für nachhaltiges mediales Wirken.